Weiterqualifizierung zum/zur Elternbegleiter:in im Bundesprojekt „Verstetigung und Qualitätssicherung von Elternbegleitung"

Im Rahmen des Programms „Verstetigung und Qualitätssicherung von Elternbegleitung“ werden Fachkräfte aus der Familienbildung, aus Kitas und weiteren familienunterstützenden Einrichtungen wie Familienzentren oder den Frühen Hilfen, zu Elternbegleiter:innen ausgebildet. Diese Weiterbildung, entwickelt vom Konsortium Elternchance, erfüllt die curricularen Anforderungen des BMBFSFJ und zielt darauf ab, Fachkräfte zu unterstützen, damit sie Eltern durch ihre Angebote in z. B. Kitas, Familienzentren und -bildungsstätten frühzeitig und kompetent bei Bildungsfragen ihrer Kinder begleiten können.

Qualifizierungskurse 2026

Das Projekt verfolgt folgende Ziele:

  • Qualifizierungskurse von Elternbegleiter:innen: Sicherung des Bestandes an Elternbegleiter:innen
  • Sicherung der Qualität von Elternbegleitung
  • Unterstützung der lokalen Implementierung und Vernetzung von Elternbegleitung
  • Perspektivisch: Errichtung einer sich nach Auslaufen der Projektförderung selbst tragenden Fachstelle „Elternbegleitung“ auf Bundesebene

Die Qualifizierung „Elternbegleiter:in“ wird im Rahmen des Programms „Verstetigung und Qualitätssicherung von Elternbegleitung“ durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Die Familie ist der erste Bildungsort für Kinder. Sichere Bindung, sowie positive Beziehungs- und Lernerfahrungen sind wesentliche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Bildungsverlauf der Kinder. Mütter und Väter sind die wichtigsten Bezugspersonen; ihre Erziehungs- und Bildungskompetenzen sollen durch die Elternbegleitung gestärkt werden. Die Elternbegleiter:innen begegnen den Müttern und Vätern auf Augenhöhe, sie unterstützen und begleiten Eltern fachkundig und wertschätzend in Fragen der Entwicklung und Bildung ihrer Kinder von Geburt an. Ziel der Weiterqualifizierung ist es, neue Formen des Zusammenwirkens von Elternhaus und Institution zu suchen. Im Zentrum der zukünftigen Tätigkeit steht eine dialogische Grundhaltung gegenüber den Familien.

Beispiele und Projekte aus der Praxis

Die Aufgaben der qualifizierten Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter sind vielfältig. Sie entsprechen ihrem bisherigen Tätigkeitsbereich, den sie um neue Kompetenzen der Familienberatung und -begleitung erweitern.
Dazu sind sie in ihren eigenen Einrichtungen oder in enger Vernetzung mit anderen Trägern tätig und bieten Elternangebote zur Stärkung der Bildungskompetenz, Informationsaustausch und Entwicklung der Kinder an.

Mögliche Aktivitäten sind:

  • Elternkompetenz stärken: Kenntnisse zum Stellenwert von Bildung, zur individuellen Förderung und zu Bildungsverläufen vermitteln
  • Bildungsoptionen eröffnen: Zusätzliche Angebote zur Bildungsbegleitung und -beratung in der Eltern- und Familienbildung einrichten
  • Schulwahl begleiten: Eltern bei anstehenden Entscheidungen, wie bei Bildungsübergängen Information anbieten
  • Diagnose stellen: Fähigkeiten von Kindern einschätzen und nach Bedarf Familien an andere Dienste vermitteln
  • Zusammenarbeit verbessern: Erziehungs- und Bildungspartnerschaften zwischen Fachkräften und Eltern, sowie Kooperationen von Familien mit Kinderbetreuung und Schule fördern
  • Innovative Familienbildung etablieren: Neue Formen und Inhalte der Eltern- und Familienbildung zur Bildungsbegleitung von Familien einrichten.
  • Netzwerke einrichten: Zusammenarbeit und sozialraumbezogene Vernetzung mit anderen eltern- und kindbezogenen Einrichtungen, Trägern und Institutionen entwickeln.