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Die eaf führt eigene Aktionen und Veranstaltungen durch und unterstützt Projekte von Kooperationspartnern und Mitgliedern.

Projekte

Pflege in guter Gesellschaft

Pflege in guter Gesellschaft

Tag der Pflege 2011

Moderne Gesellschaften stehen vor der Aufgabe, eine sorgende Umgebung und einen angemessenen Platz für immer mehr ältere, auch pflegebedürftige Menschen zu schaffen. Durch längeres Leben, veränderte Familienformen und Rollenverständnisse sowie zunehmende berufliche Anforderungen, sind neue Konzepte und Ideen zur Pflege hochaltriger Menschen dringend gesucht. Denn: Die meisten Menschen möchten selbstbestimmt alt werden und auch bei Pflegebedürftigkeit nicht sozial isoliert sein. Welche Aufgaben können Angehörige künftig (noch) übernehmen? Und wie müssen wir uns alle auf mehr Pflegebedürftige einstellen?

Die eaf nutzte den Tag der Pflege 2011, um den notwendigen Austausch zwischen Fachwelt und Öffentlichkeit zu erweitern, politische Umsetzungsstrategien zu diskutieren und gute, bereits vorhandene Praxis bekannter zu machen.



Erste Gesprächsrunde: Beratung

Moderation: Esther-M. Ullmann-Goertz, wiss. Referentin der eaf

Pflegestützpunkte - Was können sie leisten? Wie arbeiten sie? Wie findet man oder frau die richtige Anlaufstelle? Wie geht’s dann weiter?

Es diskutieren: Gisela Seidel, Pflegestützpunkt Friedrichshain-Kreuzberg; Peter-Michael Schulz, Diakonie-Sozialstation Kreuzberg; Dr. Frank Wilde, Geschäftsführer eaf Berlin-Brandenburg e.V.; Prof. Dr. Erika Feldhaus-Plumin, Lehrstuhl für Gesundheits- und Sozialwissenschaften im Studiengang Bachelor of Nursing, Evangelische Hochschule Berlin (EHB)

Forderungen der eaf:
  • Akzeptanz und Unterstützung für pflegende Angehörige
  • Hilfe bei Vereinbarkeit von Pflege und Beruf
  • Flächendeckende, unabhängige und umfassende Pflegeberatung
Hörproben:
  • Beispielberatung, Gisela Seidel
  • Pflegestützpunkte, Gisela Seidel
Zweite Gesprächsrunde: Vernetzung

Moderation: Dr. Insa Schöningh, Bundesgeschäftsführerin der eaf

Alt werden im Stadtteil: Was passiert auf kommunaler und Landesebene? Welche wohnortnahen Netzwerke und Initiativen unterstützen individuelle Pflegearrangements?

Dazu: Frank Schumann, Fachstelle Pflegende Angehörige, Berlin; Stephan Schikorra, Gerontopsychiatrisch-Geriatrischer Verbund Charlottenburg-Wilmersdorf e.V. (GPV); Silke Migala, Kompetenzzentrum Pflegeunterstützung, Berlin; Andrea Greschner, Projektkoordinatorin Leben im Kiez, Berlin

Forderungen der eaf:
  • Flächendeckender und zügiger Ausbau wohnortnaher, unabhängiger und niedrigschwelliger Unterstützungs- und Begleitungsangebote sowie entsprechende Präventionsangebote und Pflegekurse.
  • Eine gute Mischung aus freiwilligen und professionellen Diensten, die dem Bedürfnis zu pflegender Menschen entspricht, möglichst lange und selbstbestimmt im gewohnten sozialen Umfeld zu leben.
Hörproben:
  • Unübersichtlichkeit der Strukturen Publikumsfrage und Antwort, F. Schumann
  • Schulung Ehrenamt, Greschner
  • Pflegeunterstützung Kontaktstelle, Migala
Dritte Gesprächsrunde: Politik

Moderation: Christel Riemann-Hanewinckel, Präsidentin der eaf

Rahmenbedingungen durch die Bundespolitik: Das Familienpflegezeitgesetz, die Pflegeversicherung und der demografische Wandel

Hier melden sich zu Wort: Elisabeth Scharfenberg, Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, MdB mit den Politikschwerpunkten Pflege, Altenpolitik und demografischer Wandel; aus dem Ministerium BMFSFJ: Dieter Hackler, Abteilungsleiter Abteilung 3: Ältere Menschen, Wohlfahrtspflege, Engagementpolitik; von den Ev. Frauen in Deutschland e.V. (EFiD): Dr. Eske Wollrad, Hannover; Dr. Peter Bartmann, Leiter des Zentrums Gesundheit, Reha, Pflege des Diakonischen Werkes der EKD, Berlin.

Forderungen der eaf:
  • Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit
  • Lohnersatzleistungen für die Pflegezeit
  • Verbesserung im Rentenrecht: Anerkennung von Pflegezeiten analog zu Kindererziehungszeiten
Hörproben:
  • Was brauchen Pflegende, Barthmann
  • Politische Diskussion, Hackler
  • Tag der Pflege, Scharfenberg
  • Umsetzungsnotstand, Scharfenberg
  • Statement, Riemann-Hanewinckel
  • Geschlechtergerechtigkeit für Pflegende, Wollrad
Zusammenfassung

Zusammenfassung der Gesprächsrunden am Tag der Pflege 2011
Julia Hartleb, Praktikantin bei der eaf Studentin der Soziologie und Interkulturellen Wirtschaftskommunikation an der Friedrich-Schiller Universität Jena